Rückenprobleme

Unter Rückenproblemen versteht man eine Erkrankung der Wirbelsäule, die durch Degenerationserscheinungen (Abnutzungserscheinungen) entsteht und diverse Schmerzen verursacht. Hierbei handelt es sich um einen schleichenden Prozess. Die ersten Beschwerden können spontan auftreten und verschwinden häufig schnell und ohne Behandlung. Treten diese Symptome jedoch öfters auf oder über einen längeren Zeitraum (mindestens zwölf Wochen) spricht man von chronischen Rückenschmerzen. Je nach Häufigkeit, Art und Lokalisation der Schmerzen kann man Rückenprobleme in folgende Kategorien unterscheiden:

  • Lumbago: im Volksmund auch Hexenschuss genannt. Hier kommt es zu plötzlich auftretenden Rückenschmerzen.
  • Lumbalgie: chronische Rückenprobleme.
  • Ischialgie: Beinschmerz.
  • Lumboischialgie: Kreuzschmerz und zusätzlich Schmerzen in den Beinen.

In der Medizin gibt es eine weitere Einteilungsmöglichkeit der Rückenschmerzen. Diese Einteilung basiert darauf, von welchem Teil der Wirbelsäule die Schmerzen ausgehen. So sind folgende drei Kategorien entstanden:

  • Halswirbelsäulensyndrom (HWS-Syndrom): Bei einem Halswirbelsäulensyndrom geht das Rückenleiden von der Halswirbelsäule aus. Die häufigste Ursache dafür sind Störungen im Bereich der gelenkigen Wirbelverbindungen (Wirbelblockierungen). Die Patienten klagen in der Regel über Rücken- bzw. Nackenbeschwerden, dessen Schmerzen teilweise bis in die Schultern oder Arme ausstrahlen.
  • Brustwirbelsäulensyndrom (BWS-Syndrom): Bei einen Brustwirbelsäulensyndrom geht der Schmerz vom Bereich der Brustwirbelsäule aus. Diese Form der Erkrankung kommt wesentlich seltener vor. Schmerzen des Brustwirbelsäulensyndroms werden oft als drückend und dumpf empfunden.
  • Lendenwirbelsäulensyndrom (LWS-Syndrom): Das Lendenwirbelsäulensyndrom bezeichnet Kreuzschmerzen im Bereich der Lendenwirbelsäule. Sie entstehen aufgrund abnutzungsbedingter Veränderungen der Wirbelsäule.

Heutzutage sind Rückenschmerzen die zweithäufigsten Volkserkrankungen. Dies spiegelt sich auch in der prozentuelle Häufigkeit nieder. Von Frauen im Alter zwischen 30 und 60 Jahren leiden zwischen 60 bis 80 Prozent an Rückenproblemen. Bei den Männern mit der gleichen Altersgruppe leiden 65 bis 70 Prozent an dieser Erkrankung. Bei rund 60 Prozent der von Rückenproblemen Betroffenen besteht ein Zusammenhang der Schmerzen mit ihrem Beruf. Doch immer mehr und mehr ist zu erkennen, dass Rückenschmerzen nicht mehr nur eine Erkrankung des Alterns ist. Sondern in den letzten Jahren gehören zu diesen Patienten verstärkt Kinder und Jungendliche. Die Ursache lässt sich auf falsche Haltung in der Schule und vor dem Fernseher oder Computer schließen.